Glossar für Gitarre und Harmonielehre
100 Begriffe einfach erklärt, mit Beispielen zum Spielen auf dem Griffbrett: Intervalle, Akkorde, Tonleitern, Harmonik, Rhythmus und Gitarrentechnik.
Jeder Eintrag bietet eine klare Definition, wie du den Begriff auf der Gitarre spielst, ein konkretes Beispiel, typische Fehler und die Werkstatt-Tools zum Üben.
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- 12-taktiger Blues: Der 12-taktige Blues ist ein Akkordschema aus zwölf Takten, das auf den Stufen I, IV und V einer Tonart beruht, meist als Dominantseptakkorde wie A7, D7 und E7 in A.
A
- Add9-Akkord: Ein Add9-Akkord ist ein Dur- oder Molldreiklang mit hinzugefügter None und ohne Septime: Cadd9 besteht aus C, E, G und D.
- Akkord: Ein Akkord ist ein Zusammenklang aus mindestens drei verschiedenen Tönen, gebaut aus übereinander geschichteten Terzen auf einem Grundton: C, E und G bilden C-Dur.
- Akkordfolge: Eine Akkordfolge ist eine geordnete Reihe von Akkorden, die das harmonische Gerüst eines Stücks bildet, notiert mit Akkordnamen (C G Am F) oder Stufen (I-V-vi-IV).
- Akkordtöne: Akkordtöne sind die Töne, aus denen ein Akkord besteht: Grundton, Terz und Quinte, beim Septakkord zusätzlich die Septime. Sie sind die sichersten Landepunkte für Melodie und Solo.
- Alterierter Dominantakkord: Ein alterierter Dominantakkord ist ein Dominantseptakkord, dessen Quinte und/oder None erhöht oder erniedrigt sind (♭9, #9, ♭5, #5), um die Spannung vor der Auflösung zu steigern.
- Äolisch: Äolisch ist der sechste Modus der Durtonleiter und identisch mit der natürlichen Molltonleiter: 1 2 b3 4 5 b6 b7, der dunkle Moll-Grundklang.
- Arpeggio: Ein Arpeggio ist ein Akkord, dessen Töne nacheinander statt gleichzeitig erklingen: Grundton, Terz, Quinte (und Septime) einzeln, aufwärts oder abwärts gespielt.
B
- Barréakkord: Ein Barréakkord ist ein Akkord, bei dem der Zeigefinger mehrere Saiten im selben Bund niederdrückt wie ein verschiebbarer Sattel, sodass eine offene Form überall auf dem Hals spielbar wird.
- Blues-Tonleiter: Die Blues-Tonleiter ist die Moll-Pentatonik plus verminderte Quinte, die Blue Note: 1 ♭3 4 ♭5 5 ♭7, in A also A C D E♭ E G.
- Bund: Ein Bund ist der Abschnitt zwischen zwei Metallstäbchen auf dem Gitarrenhals; greifst du dort eine Saite, verkürzt du sie, und jeder Bund erhöht den Ton um einen Halbton.
C
- CAGED-System: Das CAGED-System verbindet die fünf offenen Akkordgriffe C, A, G, E und D, sodass du denselben Durakkord an fünf Stellen des Halses spielst, immer in dieser Reihenfolge.
- Chromatische Tonleiter: Die chromatische Tonleiter ist die Folge aller zwölf Töne einer Oktave im Halbtonabstand; auf der Gitarre heißt das, einen Bund nach dem anderen zu spielen.
D
- DADGAD-Stimmung: DADGAD ist eine Gitarrenstimmung (D A D G A D, von tief nach hoch), deren Leersaiten einen Dsus4-Akkord bilden, sehr verbreitet in keltischer Musik und Folk.
- Dominante: Die Dominante ist die fünfte Stufe einer Tonart und der darauf gebaute Akkord (V oder V7), dessen Spannung zurück zur Tonika drängt, etwa G oder G7, das sich in C-Dur nach C auflöst.
- Dominantseptakkord: Der Dominantseptakkord ist ein Dur-Dreiklang mit kleiner Septime (1 3 5 ♭7), etwa G7 = G B D F, und er drängt stark zur Tonika.
- Dorisch: Dorisch ist der zweite Modus der Dur-Tonleiter mit der Formel 1 2 ♭3 4 5 6 ♭7: ein Moll-Modus mit großer Sexte, der heller klingt als natürliches Moll.
- Dreiklang: Ein Dreiklang ist ein Akkord aus drei in Terzen geschichteten Tönen: Grundton, Terz und Quinte, zum Beispiel C, E und G beim C-Dur-Akkord.
- Drop-2-Voicing: Ein Drop-2-Voicing entsteht, wenn man einen vierstimmigen Akkord in enger Lage nimmt und seinen zweithöchsten Ton eine Oktave tiefer legt.
- Drop-D-Stimmung: Drop D ist eine Gitarrenstimmung, bei der nur die 6. Saite einen Ganzton von E auf D sinkt: D A D G H E, für einen tieferen Bass und Powerchords mit einem Finger.
- Dur-Akkord: Ein Dur-Akkord ist ein Dreiklang aus Grundton, großer Terz (4 Halbtöne darüber) und reiner Quinte (7 Halbtöne darüber), etwa C E G für C-Dur.
- Dur-Pentatonik: Die Dur-Pentatonik ist eine fünftönige Tonleiter, 1 2 3 5 6 (A B C# E F# in A), mit hellem Klang, typisch für Country, Pop, Rock und Dur-Blues.
- Dur-Tonleiter: Die Dur-Tonleiter ist eine siebentönige Tonleiter nach dem Muster Ganzton, Ganzton, Halbton, Ganzton, Ganzton, Ganzton, Halbton: C-Dur ergibt C D E F G A B (H).
E
- Enharmonische Verwechslung: Eine enharmonische Verwechslung sind zwei Namen für dieselbe Tonhöhe, etwa Fis und Ges: Auf der Gitarre ist es derselbe Bund, der richtige Name hängt aber von Tonart und Akkord ab.
- Erweiterte Akkorde (9, 11, 13): Ein erweiterter Akkord setzt einen Septakkord fort, indem weitere Terzen über die Septime geschichtet werden: None, Undezime und Tredezime, wie in C9, Am11 oder G13.
F
- Fingerpicking: Fingerpicking bedeutet, die Gitarrensaiten mit den Fingern zu zupfen: Der Daumen spielt die Basssaiten, Zeige-, Mittel- und Ringfinger die hohen Saiten.
G
- Ganzton: Der Ganzton ist ein Intervall aus zwei Halbtönen, auch große Sekunde genannt: Auf der Gitarre sind das zwei Bünde auf derselben Saite, etwa von C nach D.
- Ganztonleiter: Die Ganztonleiter ist eine symmetrische Tonleiter aus sechs Tönen im Ganztonabstand (1 2 3 #4 #5 ♭7) mit schwebendem Klang, ideal über übermäßigen Akkorden.
- Griffbrett: Das Griffbrett ist die Vorderseite des Gitarrenhalses, auf der du die Saiten greifst; die Bünde teilen es in Halbtöne und es enthält alle spielbaren Töne der sechs Saiten.
- Große Terz: Die große Terz ist das Intervall aus vier Halbtönen, etwa von C nach E: Sie macht einen Akkord zu Dur, und auf der Gitarre umfasst sie vier Bünde auf einer Saite.
- Grundton: Der Grundton ist der Ton, auf dem ein Akkord oder eine Tonleiter aufgebaut ist und nach dem er benannt wird: Im C-Dur-Akkord (C, E, G) ist C der Grundton.
- Guide Tones: Guide Tones sind Terz und Septime eines Akkords: Sie bestimmen sein Geschlecht (Dur, Moll, Dominante) und verbinden die Akkorde einer Folge mit kleinen, fließenden Schritten.
H
- Halbton: Der Halbton ist das kleinste Intervall der westlichen Musik: Auf der Gitarre entspricht er dem Abstand von einem Bund, und zwölf Halbtöne ergeben eine Oktave.
- Halbverminderter Akkord (m7♭5): Ein halbverminderter Akkord (m7♭5 oder ø) ist ein verminderter Dreiklang mit kleiner Septime: Bm7♭5 = B D F A (deutsch: Hm7♭5). Er bereitet in Moll die Dominante vor.
- Harmonische Moll-Tonleiter: Die harmonische Moll-Tonleiter ist natürliches Moll mit erhöhter Septime (1 2 ♭3 4 5 ♭6 7): Sie erzeugt einen Leitton und macht den Dominantakkord zu Dur.
I
- I-V-vi-IV-Akkordfolge: Die I-V-vi-IV-Akkordfolge verbindet die Akkorde der Stufen 1, 5, 6 und 4 einer Dur-Tonart, etwa C G Am F in C-Dur, und ist das Gerüst tausender Popsongs.
- II-V-I-Verbindung: Die II-V-I-Verbindung ist die Folge der Akkorde auf den Stufen 2, 5 und 1 einer Tonart, etwa Dm7 G7 Cmaj7 in C-Dur, und damit die Grundkadenz des Jazz.
- Intervall: Ein Intervall ist der Abstand zwischen zwei Tönen, benannt nach einer Zahl (Terz, Quinte) und einer Qualität (groß, klein, rein): Von C nach E ist eine große Terz.
- Ionisch: Ionisch ist der erste Modus der Dur-Tonleiter mit der Formel 1 2 3 4 5 6 7: Es ist die Dur-Tonleiter selbst, betrachtet als einer der sieben Modi.
K
- Kadenz: Eine Kadenz ist die Akkordwendung, die eine musikalische Phrase abschließt und ihr ein Satzzeichen gibt: endgültig wie V-I, offen wie ein Halt auf V oder überraschend wie V-vi.
- Kapodaster: Ein Kapodaster ist eine Klemme, die alle Saiten in einem Bund herunterdrückt; er wirkt wie ein neuer Sattel und hebt alles, was du spielst, pro Bund um einen Halbton an.
- Kleine Terz: Die kleine Terz ist das Intervall aus drei Halbtönen, etwa von A nach C: Sie gibt Moll-Akkorden ihre dunklere Farbe und umfasst drei Bünde auf einer Saite.
- Konsonanz und Dissonanz: Konsonanz bezeichnet Intervalle und Akkorde, die stabil und ruhig klingen, Dissonanz solche, die Spannung erzeugen und nach Auflösung verlangen, etwa der Tritonus in G7 vor C.
- Kreuz und Be: Das Kreuz (#) erhöht einen Ton um einen Halbton, das Be (♭) erniedrigt ihn um einen Halbton: Auf der Gitarre bedeutet das einen Bund höher oder einen Bund tiefer.
L
- Leitereigene Akkorde: Leitereigene Akkorde sind die sieben Akkorde, die nur aus den Tönen einer Tonleiter entstehen, indem man auf jeder Stufe Terzen schichtet, etwa C, Dm, Em, F, G, Am und Bdim in C-Dur.
- Lokrisch: Lokrisch ist der siebte Modus der Durtonleiter: 1 b2 b3 4 b5 b6 b7. Die verminderte Quinte macht ihn zum instabilen Modus der m7b5-Akkorde.
- Lydisch: Lydisch ist der vierte Modus der Durtonleiter: eine Durtonleiter mit übermäßiger Quarte (#4), die hell, schwebend und nie ganz aufgelöst klingt.
M
- Major-Septakkord (maj7): Ein Major-Septakkord (maj7) ist ein Dur-Dreiklang mit zusätzlicher großer Septime, einen Halbton unter der Oktave: Cmaj7 = C E G B (deutsch: C E G H).
- Melodische Moll-Tonleiter: Die melodische Moll-Tonleiter ist eine Molltonleiter mit großer Sexte und großer Septime (1 2 ♭3 4 5 6 7); ihre Modi sind zentral für die Jazz-Improvisation.
- Metronom: Ein Metronom gibt einen gleichmäßigen Klick in einem gewählten Tempo aus, gemessen in BPM, damit du im Timing spielst und deine Geschwindigkeit kontrolliert steigerst.
- Mixolydisch: Mixolydisch ist der fünfte Modus der Durtonleiter: eine Durtonleiter mit kleiner Septime (b7), der natürliche Klang des Dominantseptakkords.
- Modale Mischung (Modal Interchange): Modale Mischung (Modal Interchange) bedeutet, Akkorde aus einem Modus mit demselben Grundton zu leihen, etwa Fm, A♭ oder B♭ aus c-Moll in einem Song in C-Dur.
- Modi (Kirchentonarten): Modi sind die sieben Tonleitern, die entstehen, wenn du die Dur-Tonleiter von jeder ihrer Stufen aus spielst: Ionisch, Dorisch, Phrygisch, Lydisch, Mixolydisch, Äolisch und Lokrisch.
- Modulation: Eine Modulation ist der Wechsel von einer Tonart in eine andere innerhalb eines Stücks, wobei sich ein neues tonales Zentrum festigt, etwa von C-Dur nach G-Dur.
- Moll-Akkord: Ein Moll-Akkord ist ein Dreiklang aus Grundton, kleiner Terz (3 Halbtöne darüber) und reiner Quinte (7 Halbtöne darüber), etwa A C E für a-Moll.
- Moll-Pentatonik: Die Moll-Pentatonik ist eine fünftönige Tonleiter, 1 ♭3 4 5 ♭7 (A C D E G in A), und die wichtigste Solo-Tonleiter für Rock- und Bluesgitarre.
- Moll-Septakkord (m7): Ein Moll-Septakkord (m7) ist ein Moll-Dreiklang mit zusätzlicher kleiner Septime: Am7 = A C E G. Er steht in Dur auf den Stufen ii, iii und vi.
N
- Natürliche Moll-Tonleiter: Die natürliche Moll-Tonleiter ist eine siebentönige Tonleiter mit der Formel 1 2 ♭3 4 5 ♭6 ♭7 und die Basis jeder Molltonart, zum Beispiel A B C D E F G.
O
- Offene Stimmung (Open G, Open D): Eine offene Stimmung stimmt die sechs Leersaiten auf einen Durakkord, etwa Open G (D G D G H D) oder Open D (D A D F# A D), für Ein-Finger-Barrés und Slide.
- Offener Akkord: Ein offener Akkord wird in den ersten drei oder vier Bünden gegriffen und lässt mindestens eine Leersaite als Akkordton mitklingen, etwa C (x32010), G (320003) oder Em (022000).
- Oktave: Die Oktave ist das Intervall von 12 Halbtönen zwischen zwei gleichnamigen Tönen, wobei der höhere doppelt so schnell schwingt: Auf einer Gitarrensaite sind das 12 Bünde.
P
- Paralleltonart (Moll): Die Mollparallele einer Durtonart ist die Molltonart mit genau denselben Tönen und Vorzeichen, gebaut auf der sechsten Stufe, eine kleine Terz tiefer.
- Phrygisch: Phrygisch ist der dritte Modus der Dur-Tonleiter mit der Formel 1 ♭2 ♭3 4 5 ♭6 ♭7: ein dunkler Moll-Modus, erkennbar an seiner kleinen Sekunde.
- Powerchord: Ein Powerchord ist ein Zweiklang aus Grundton und reiner Quinte (oft mit dem Grundton eine Oktave höher verdoppelt), geschrieben mit einer 5: E5 = E B.
Q
- Quintenzirkel: Der Quintenzirkel ordnet die zwölf Durtonarten (und ihre Mollparallelen) im Abstand reiner Quinten an: Jeder Schritt bringt in einer Richtung ein Kreuz, in der anderen ein B dazu.
R
- Reharmonisierung: Reharmonisierung bedeutet, die Akkorde eines Stücks zu ersetzen oder anzureichern, während die Melodie gleich bleibt, etwa wenn aus C Am F G die Folge Cmaj7 A7 Dm7 G7 wird.
- Reine Quarte: Die reine Quarte ist das Intervall aus fünf Halbtönen, etwa von C nach F oder von E nach A: der Abstand zwischen fast allen benachbarten Gitarrensaiten.
- Reine Quinte: Die reine Quinte ist das Intervall aus sieben Halbtönen, etwa von C nach G oder A nach E: nach der Oktave das stabilste Intervall, mit dem Grundton bildet sie den Powerchord.
S
- Schlagmuster (Strumming): Ein Schlagmuster ist eine wiederholte Folge von Abschlägen (D) und Aufschlägen (U) über die Saiten, verteilt auf die Zählzeiten und Offbeats jedes Takts.
- Septakkord: Ein Septakkord ist ein Vierklang: ein Dreiklang mit einer zusätzlichen Septime darüber, zum Beispiel Cmaj7 = C E G B oder G7 = G B D F.
- Shell-Voicing: Ein Shell-Voicing reduziert einen Septakkord auf drei Töne: Grundton, Terz und Septime. So spielst du Jazzakkorde auf der Gitarre am einfachsten und klarsten.
- Slash-Akkord: Ein Slash-Akkord wird Akkord/Ton geschrieben: vor dem Schrägstrich steht der Akkord, dahinter der tiefste Ton. C/G ist ein C-Dur-Akkord mit G im Bass.
- Standardstimmung: Die Standardstimmung der Gitarre lautet E A D G H E von der tiefsten zur höchsten Saite: reine Quarten zwischen den Saiten, außer einer großen Terz zwischen G und H.
- Stimmführung: Stimmführung ist die Kunst, Akkorde so zu verbinden, dass sich jeder Ton möglichst wenig bewegt, gemeinsame Töne liegen bleiben und Spannungen schrittweise aufgelöst werden.
- Stufe (Tonleiterstufe): Eine Stufe ist die Position eines Tons in der Tonleiter, nummeriert von 1 bis 7 ab der Tonika: In G-Dur ist G die 1. Stufe, D die 5. und Fis die 7.
- Stufentheorie (römische Ziffern): Die Stufenanalyse bezeichnet jeden Akkord einer Folge mit seiner Stufe in der Tonart (I, ii, V7...): Großbuchstaben stehen für Dur-, Kleinbuchstaben für Mollakkorde.
- Subdominante: Die Subdominante ist die vierte Stufe einer Tonart und der darauf gebaute Akkord (IV), der die Musik von der Tonika wegführt und oft die Dominante vorbereitet, etwa F in C-Dur.
- Sus-Akkord (sus2, sus4): Ein Sus-Akkord (Vorhaltsakkord) ersetzt die Terz durch die Quarte (sus4: 1 4 5) oder die Sekunde (sus2: 1 2 5) und ist damit weder Dur noch Moll.
- Swing: Swing ist eine Spielweise, bei der Achtel ungleich lang klingen, die erste lang und die zweite kurz, auf Basis einer Triole, typisch für Jazz, Blues und Rock 'n' Roll.
- Synkope: Eine Synkope ist ein Ton oder Akkord, der auf einer leichten Zählzeit oder einem Offbeat angeschlagen und über die nächste schwere Zählzeit gehalten wird, wodurch sich die Betonung verschiebt.
T
- Tabulatur: Die Tabulatur ist eine Gitarrennotation mit sechs Linien, eine pro Saite, in der jede Zahl den zu greifenden Bund angibt: Sie zeigt, wo die Finger hinkommen, nicht den Rhythmus.
- Takt: Ein Takt ist eine Zeiteinheit, die eine feste Anzahl von Zählzeiten zusammenfasst, festgelegt durch die Taktart und im Notenbild durch senkrechte Taktstriche begrenzt.
- Taktart: Die Taktart, geschrieben als zwei Zahlen wie 4/4 oder 6/8, gibt an, wie viele Zählzeiten ein Takt hat und welcher Notenwert als eine Zählzeit gilt.
- Tempo (BPM): Das Tempo ist die Geschwindigkeit des Grundschlags eines Stücks, gemessen in Schlägen pro Minute (BPM): Bei 60 BPM dauert ein Schlag eine Sekunde, bei 120 BPM eine halbe.
- Tonart: Die Tonart ist das Zentrum eines Musikstücks: ein Hauptton (die Tonika), die darauf gebaute Dur- oder Molltonleiter und die Akkordfamilie, die daraus entsteht.
- Tonika: Die Tonika ist die erste Stufe einer Tonleiter und das Zentrum einer Tonart: der Ton und Akkord (I), zu dem die Musik zurückkehrt, um zur Ruhe zu kommen, etwa C in C-Dur.
- Tonleiter: Eine Tonleiter ist eine geordnete Tonfolge vom Grundton bis zu seiner Oktave, festgelegt durch ein festes Intervallmuster, etwa die Dur-Tonleiter: Ganz, Ganz, Halb, Ganz, Ganz, Ganz, Halb.
- Tritonus: Der Tritonus ist das Intervall aus sechs Halbtönen, also drei Ganztönen, etwa von C nach Fis: Er teilt die Oktave in zwei Hälften und erzeugt die Spannung des Dominantseptakkords.
- Tritonussubstitution: Die Tritonussubstitution ersetzt einen Dominantseptakkord durch den Dominantseptakkord, dessen Grundton einen Tritonus entfernt liegt, zum Beispiel D♭7 statt G7 vor Cmaj7.
U
- Übermäßiger Akkord: Ein übermäßiger Akkord ist ein Dreiklang aus zwei übereinander geschichteten großen Terzen: Grundton, große Terz und übermäßige Quinte, etwa C E G♯ für C+.
- Ukulele-Stimmung: Die Standardstimmung der Ukulele ist G C E A von der 4. zur 1. Saite, eine reentrante Stimmung: Die G-Saite klingt höher als die C- und die E-Saite.
- Umkehrung: Eine Umkehrung ist eine Akkordstellung, deren tiefster Ton nicht der Grundton ist: Terz im Bass (1. Umkehrung), Quinte (2. Umkehrung) oder Septime (3. Umkehrung).
V
- Varianttonart (Moll): Die Varianttonart (gleichnamiges Moll) einer Durtonart hat denselben Grundton, aber andere Töne: c-Moll ist die Varianttonart von C-Dur.
- Verminderte Tonleiter: Die verminderte Tonleiter ist eine symmetrische Tonleiter aus acht Tönen, die Halb- und Ganztöne abwechselt; man spielt sie über 7♭9-Dominanten und verminderte Septakkorde.
- Verminderter Akkord: Ein verminderter Akkord ist ein Dreiklang aus zwei übereinander geschichteten kleinen Terzen: Grundton, kleine Terz und verminderte Quinte, etwa B D F für Bdim.
- Verminderter Septakkord: Ein verminderter Septakkord (dim7) schichtet drei kleine Terzen: 1 ♭3 ♭5 ♭♭7, etwa Bdim7 = B D F A♭ (B = H). Er ist symmetrisch und wiederholt sich alle 3 Bünde.
- Voicing: Das Voicing eines Akkords ist die konkrete Anordnung seiner Töne: welche Oktaven, welche Reihenfolge, welche Töne verdoppelt oder weggelassen werden. Ein Akkord hat Dutzende Voicings.
- Vorzeichen (Tonartvorzeichnung): Die Tonartvorzeichnung ist die Gruppe von Kreuzen oder Bs am Anfang jeder Notenzeile: Sie legt fest, welche Töne im ganzen Stück erhöht oder erniedrigt sind, und verrät so die Tonart.
Z
- Zieltöne: Zieltöne sind Töne des gerade klingenden Akkords, vor allem Terz und Septime, auf denen ein Solist seine Phrasen auf betonten Zählzeiten und bei Akkordwechseln landen lässt.
- Zwischendominante: Eine Zwischendominante (Sekundärdominante) ist ein Dominantseptakkord, der sich nicht zur Tonika, sondern zu einem anderen Akkord auflöst, etwa A7 nach Dm oder E7 nach Am in C-Dur.