Akkorde
Akkord
Ein Akkord ist ein Zusammenklang aus mindestens drei verschiedenen Tönen, gebaut aus übereinander geschichteten Terzen auf einem Grundton: C, E und G bilden C-Dur.
Was ist ein Akkord?
Ein Akkord vereint mindestens drei verschiedene Töne, die gleichzeitig erklingen. Er entsteht, indem du Terzen auf einen Grundton schichtest: C, dann E (eine Terz höher), dann G (noch eine Terz). Diese drei Töne bilden einen Dreiklang, die einfachste Akkordform.
Kommt eine weitere Terz dazu, entsteht ein Septakkord: C, E, G, H ergibt Cmaj7. Zwei Töne allein bilden ein Intervall, ein Powerchord (C5: C und G) ist also streng genommen ein verdoppeltes Intervall.
Welche Akkordarten gibt es?
| Akkord | Symbol | Töne | Formel |
|---|---|---|---|
| Dur | C | C, E, G | 1, 3, 5 |
| Moll | Cm | C, Es, G | 1, ♭3, 5 |
| Vermindert | Cdim | C, Es, Ges | 1, ♭3, ♭5 |
| Übermäßig | C+ | C, E, Gis | 1, 3, #5 |
| Sus4 | Csus4 | C, F, G | 1, 4, 5 |
| Dominantseptakkord | C7 | C, E, G, B | 1, 3, 5, ♭7 |
| Großer Septakkord | Cmaj7 | C, E, G, H | 1, 3, 5, 7 |
| Moll-Septakkord | Cm7 | C, Es, G, B | 1, ♭3, 5, ♭7 |
Ein Akkordsymbol liest du von links nach rechts: Der Buchstabe ist der Grundton, m steht für kleine Terz, 7 für kleine Septime, maj7 für große Septime. Ein Schrägstrich nennt den Basston: C/G ist C-Dur mit G im Bass. Achtung: In Akkordsymbolen nutzen wir die internationale Schreibweise, dort steht B für das deutsche H.
Wie spielst du Akkorde auf der Gitarre?
Mit sechs Saiten werden Töne oft verdoppelt. Das offene C (x32010) spielt C, E, G, C, E: drei verschiedene Töne auf fünf Saiten. Die Anordnung der Töne heißt Voicing, und ein Akkord hat Dutzende davon:
- Offenes C: x32010
- C in A-Form, Barré im 3. Bund: x35553
- C in E-Form, Barré im 8. Bund: 8-10-10-9-8-8
Alle drei klingen nach C-Dur, aber jedes hat seine eigene Lage und Farbe. Um einen zufällig gefundenen Griff zu benennen, gib die Töne in den Akkordbestimmer ein: Er nennt Akkord, Umkehrung und alternative Namen.
Übung: fünf Akkorde aus einem Grundton
Starte beim C-Barré in A-Form im 3. Bund und ändere jeweils nur einen oder zwei Töne:
- C: x35553
- Cm: x35543 (die Terz E sinkt auf der H-Saite zu Es)
- C7: x35353 (das C auf der G-Saite sinkt zu B)
- Cmaj7: x35453 (H statt B)
- Cm7: x35343 (B und Es zusammen)
Damit hast du fünf Akkordarten gespielt, ohne den 3. Bund zu verlassen. Danach baust du sie in eine Akkordfolge wie Cmaj7, Am7, Dm7, G7 ein und lässt dir die passenden Arpeggien im Tool Tonleitern und Akkorde auf dem Griffbrett anzeigen.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Akkord = mindestens drei verschiedene Töne, in Terzen auf einen Grundton geschichtet.
- Dreiklänge (3 Töne), dann Septakkorde (4 Töne): Jede Art hat ihre Formel.
- Ein Symbol liest du so: Grundton, Terzqualität, Erweiterungen, Basston.
- Derselbe Akkord lässt sich mit vielen Voicings auf dem Hals spielen.
Häufige Fragen
Wie viele Töne braucht ein Akkord?
Mindestens drei verschiedene. Verdopplungen zählen nicht: Ein offenes E klingt auf sechs Saiten, enthält aber nur drei Töne, E, Gis und H.
Ist ein Powerchord ein echter Akkord?
Streng genommen nicht: Er hat nur Grundton und Quinte, keine Terz, ist also weder Dur noch Moll. In der Praxis nennen ihn alle Akkord, und gerade diese Mehrdeutigkeit macht ihn im Rock so vielseitig.
Was ist der Unterschied zwischen Akkord und Arpeggio?
Gleiche Töne, beim Akkord gleichzeitig, beim Arpeggio nacheinander gespielt. Ein C-Arpeggio spielt C, E, G einzeln; so lernst du am besten, wo die Töne jedes Akkords auf dem Griffbrett liegen.
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