Akkorde
Akkordtöne
Akkordtöne sind die Töne, aus denen ein Akkord besteht: Grundton, Terz und Quinte, beim Septakkord zusätzlich die Septime. Sie sind die sichersten Landepunkte für Melodie und Solo.
Was sind Akkordtöne?
Jeder Akkord besteht aus wenigen bestimmten Tönen. Beim Dreiklang sind das Grundton, Terz und Quinte; beim Septakkord kommt die Septime dazu.
| Akkord | Akkordtöne | Stufen |
|---|---|---|
| C | C E G | 1 3 5 |
| Am | A C E | 1 ♭3 5 |
| G7 | G H D F | 1 3 5 ♭7 |
| Cmaj7 | C E G H | 1 3 5 7 |
| Dm7 | D F A C | 1 ♭3 5 ♭7 |
Alles andere ist entweder ein Spannungston (9, 11, 13) oder ein Durchgangston. Akkordtöne klingen über ihrem Akkord immer »richtig«, auch lang ausgehalten.
Warum Akkordtöne beim Improvisieren alles verändern
Derselbe Ton wechselt je nach Akkord seine Rolle. F ist die Septime von G7 (Akkordton, ideal zum Landen), aber die Quarte von C (Spannung, die zum E auflösen will). E ist die Quinte von Am, aber die große Septime von F.
Faustregel: Setz Akkordtöne auf die betonten Zählzeiten (1 und 3) und nutze die übrigen Skalentöne, um dich zwischen ihnen zu bewegen. Terzen und Septimen, die Guide Tones, sind am ausdrucksstärksten, weil sie dem Ohr sagen, ob der Akkord Dur, Moll oder dominantisch ist. Sie sind die beliebtesten Zieltöne beim Improvisieren.
Akkordtöne auf dem Griffbrett finden
Die Töne eines Akkords einzeln zu spielen heißt, sein Arpeggio zu spielen. A7 (A Cis E G) in der 5. Lage:
- Tiefe E-Saite: 5. Bund (A)
- A-Saite: 4. (Cis) und 7. Bund (E)
- D-Saite: 5. (G) und 7. Bund (A)
- G-Saite: 6. Bund (Cis)
- H-Saite: 5. (E) und 8. Bund (G)
- Hohe E-Saite: 5. Bund (A)
D7 (D Fis A C) im selben Bereich: A-Saite 5. Bund (D), D-Saite 4. (Fis) und 7. (A), G-Saite 5. (C) und 7. (D), H-Saite 7. (Fis), hohe E-Saite 5. (A) und 8. (C).
Übung: die Terzen in einem A-Blues treffen
Spiel über einen Blues in A (A7, D7, E7) einfache Phrasen aus der A-Moll-Pentatonik im 5. Bund, aber beende jede Phrase auf der Terz des aktuellen Akkords:
- Über A7: Cis (G-Saite, 6. Bund).
- Über D7: Fis (H-Saite, 7. Bund) oder C (G-Saite, 5. Bund), die Septime.
- Über E7: Gis (D-Saite, 6. Bund).
Achte auf den Wechsel von A7 zu D7: Das Cis auf der G-Saite rutscht einen Bund tiefer zum C. Ein einziger Halbton macht den Akkordwechsel hörbar. Der Solo-Baukasten zeigt diese Zieltöne und Arpeggios für jeden Akkord einer Folge.
Das Wichtigste in Kürze
- Akkordtöne = 1, 3, 5 (und 7 beim Septakkord).
- Sie klingen stabil über dem Akkord, andere Töne erzeugen Spannung.
- Setz sie auf betonte Zählzeiten und verbinde sie mit der Skala.
- Terzen und Septimen sind die aussagekräftigsten Ziele.
Häufige Fragen
Soll ich im Solo nur Akkordtöne spielen?
Nein, das wäre bloß ein Arpeggio. Die Idee ist, dich an Schlüsselstellen (betonte Zählzeiten, Phrasenenden) auf sie zu stützen und die übrigen Skalentöne als Durchgangstöne dazwischen zu nutzen.
Was ist der Unterschied zwischen Akkordtönen und Skalentönen?
Die Skala liefert die sieben Töne der Tonart. Akkordtöne sind die drei oder vier davon, die den aktuellen Akkord bilden. In C-Dur über G7 ist die Skala dieselbe, aber nur G, H, D und F sind Akkordtöne.
Sind Erweiterungen wie die None Akkordtöne?
In einem als C9 notierten Akkord ja, die None gehört dazu. Über einem einfachen C ist das D ein Spannungston: Es funktioniert als Durchgang oder bewusst ausgehalten, ist aber weniger stabil als C, E oder G.
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