GuitarHarmony

Töne und Intervalle

Kreuz und Be

Das Kreuz (#) erhöht einen Ton um einen Halbton, das Be (♭) erniedrigt ihn um einen Halbton: Auf der Gitarre bedeutet das einen Bund höher oder einen Bund tiefer.

Was bedeuten Kreuz und Be?

Beides sind Versetzungszeichen. Das Kreuz (#) erhöht einen Ton um einen Halbton, das Be (♭) erniedrigt ihn um einen Halbton. Das Auflösungszeichen (♮) hebt beides wieder auf. Dazu kommen Doppelkreuz (𝄪) und Doppel-Be (♭♭), die um zwei Halbtöne verschieben.

Auf der Gitarre ist das reine Mechanik: F liegt im 1. Bund der tiefen E-Saite, Fis im 2. H liegt im 2. Bund der A-Saite, B (international B♭) im 1.

Wie heißen die Töne im Deutschen?

Im Deutschen hängst du an den Tonnamen eine Silbe an: -is für Kreuz, -es für Be. Aus F wird Fis, aus C wird Cis, aus G wird Ges, aus D wird Des. Ausnahmen: E erniedrigt heißt Es, A erniedrigt As, und H erniedrigt heißt einfach B. In Akkordsymbolen nutzen wir hier die internationale Schreibweise (F#m, B♭), denn so stehen sie in den meisten Songbooks.

Zwischen zwei Stammtönen im Ganztonabstand liegt ein Bund mit zwei Namen: Der 2. Bund der tiefen E-Saite ist Fis oder Ges. Das sind enharmonische Verwechslungen. Die chromatische Tonleiter schreibt man aufwärts meist mit Kreuzen, abwärts mit Bes.

Kreuz oder Be: Wie entscheidest du?

Die Tonart entscheidet. Goldene Regel: In einer Tonleiter kommt jeder Stammton genau einmal vor. F-Dur lautet F, G, A, B, C, D, E: Du schreibst B und nicht Ais, sonst hättest du zwei A und kein H.

Die Vorzeichen der Tonart stehen gesammelt am Zeilenanfang. Kreuze kommen immer in der Reihenfolge Fis, Cis, Gis, Dis, Ais, Eis, His; Bes umgekehrt: B, Es, As, Des, Ges, Ces, Fes. G-Dur hat ein Kreuz (Fis), D-Dur zwei (Fis, Cis), F-Dur ein Be (B). Der interaktive Quintenzirkel zeigt dir die Vorzeichen jeder Tonart mit einem Klick.

Übung: D-Dur auf einer Saite

Spiele D-Dur auf der D-Saite: leer (D), dann Bund 2 (E), 4 (Fis), 5 (G), 7 (A), 9 (H), 11 (Cis) und 12 (D). Sprich jeden Ton laut mit. Die beiden Kreuze der Tonart, Fis und Cis, liegen genau dort, wo die Tonleiter einen Ganzton vor dem Halbton braucht.

Dann überträgst du das auf Barréakkorde. F#m: Em-Form im 2. Bund (Grundton Fis auf der tiefen E-Saite). B♭: A-Form im 1. Bund (Grundton B auf der A-Saite). Der Akkordname hängt nur vom Bund des Grundtons ab.

Das Wichtigste in Kürze

Häufige Fragen

Sind Fis und Ges derselbe Ton?

Auf der Gitarre ja: gleicher Bund, gleicher Klang. Der Name hängt von der Tonart ab: Fis in D-Dur, Ges in Des-Dur. Das nennt man enharmonische Verwechslung.

Gibt es Eis und Ces wirklich?

Ja, wenn auch selten. Eis klingt wie F und kommt in Fis-Dur vor (Fis, Gis, Ais, H, Cis, Dis, Eis). Ces klingt wie H und kommt in Ges-Dur vor. Beide folgen der Regel: jeder Stammton einmal.

Warum stehen Gitarrensongs meist in Kreuz-Tonarten?

Weil die bequemsten Tonarten auf der Gitarre, die mit leeren Saiten, E, A, D und G sind: alles Kreuz-Tonarten. Bläser dagegen bevorzugen Be-Tonarten wie B-Dur und Es-Dur.

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