Gitarre und Technik
CAGED-System
Das CAGED-System verbindet die fünf offenen Akkordgriffe C, A, G, E und D, sodass du denselben Durakkord an fünf Stellen des Halses spielst, immer in dieser Reihenfolge.
Was ist das CAGED-System?
CAGED beruht auf einer einfachen Idee: Die fünf offenen Akkorde C, A, G, E und D sind fünf Formen desselben Durakkords. Verschiebst du sie den Hals hinauf und lässt den Zeigefinger als Kapo wirken, wird jede zu einer beweglichen Griffform. Die fünf Formen schließen immer in der Reihenfolge C-A-G-E-D aneinander an und beginnen dann von vorn.
Das Ergebnis: Jeden Durakkord kannst du an fünf Stellen auf dem Griffbrett spielen, und jede Form teilt Töne mit der nächsten. Die E- und A-Form sind die Barréakkorde, die du wahrscheinlich schon kennst.
Die fünf Formen des C-Akkords auf dem Hals
Hier ist C-Dur an fünf Stellen, Saiten 6 bis 1:
| Form | Griff | Bereich |
|---|---|---|
| C | x 3 2 0 1 0 | Bünde 0 bis 3 |
| A | x 3 5 5 5 3 | Bünde 3 bis 5 |
| G | 8 7 5 5 5 8 | Bünde 5 bis 8 |
| E | 8 10 10 9 8 8 | Bünde 8 bis 10 |
| D | x x 10 12 13 12 | Bünde 10 bis 13 |
Nach der D-Form kommt die C-Form im 12. Bund wieder, eine Oktave höher. Die vollen G- und D-Formen sind schwer zu greifen: Spiel sie auf drei oder vier Saiten, entscheidend ist, dass du das Muster siehst.
Wo liegt der Grundton in jeder CAGED-Form?
Wenn du weißt, wo der Grundton liegt, kannst du jede Form in jeder Tonart ansetzen:
- C-Form: 5. und 2. Saite;
- A-Form: 5. und 3. Saite;
- G-Form: 6., 3. und 1. Saite;
- E-Form: 6., 4. und 1. Saite;
- D-Form: 4. und 2. Saite.
Für G-Dur zum Beispiel: E-Form im 3. Bund (3 5 5 4 3 3), D-Form im 5. (x x 5 7 8 7), C-Form im 7. (x 10 9 7 8 7), A-Form im 10. (x 10 12 12 12 10), dann die G-Form im 12. Bund.
Übung: die fünf G-Formen als Arpeggio
Spiel bei 70 BPM jede G-Form als Arpeggio, ein Ton pro Klick von der tiefen zur hohen Saite, und benenne jedes Intervall: Grundton, Terz oder Quinte. Dann schlag den Akkord einmal an und wechsle zur nächsten Form weiter oben am Hals.
Wenn das flüssig läuft, geh denselben Weg abwärts (D-E-G-A-C rückwärts) und wechsle die Tonart: A, dann C. Das Tool Tonleitern und Akkorde auf dem Griffbrett zeigt die Intervalle auf dem ganzen Hals, damit du deine Terzen prüfen kannst.
Wie hängt CAGED mit der Pentatonik zusammen?
Jede Akkordform passt zu einer Lage der Moll-Pentatonik. In a-Moll umschließt Lage 1 (Bünde 5 bis 8) den Am-Akkord als Em-Barréform im 5. Bund (5 7 7 5 5 5). Lage 2 (Bünde 7 bis 10) umschließt Am in der Dm-Form (x x 7 9 10 8).
Kennst du die fünf Akkordformen, hast du schon das Gerüst der fünf Tonleiterlagen: Du ergänzt nur noch die Töne zwischen den Akkordtönen.
Das Wichtigste in Kürze
- CAGED = fünf offene Akkordgriffe, über den ganzen Hals verschoben.
- Sie schließen immer in der Reihenfolge C-A-G-E-D aneinander an.
- Lerne, wo in jeder Form der Grundton liegt, um sie in jeder Tonart zu nutzen.
- Jede Akkordform ist das Gerüst einer Pentatonik-Lage.
Häufige Fragen
Lohnt es sich, das CAGED-System zu lernen?
Ja, vor allem, um aus den ersten Bünden herauszukommen. Es gibt dir eine Landkarte des Halses in fünf Zonen, jede mit einem Akkord verknüpft, den du schon kennst. Seine Grenze: Es ersetzt nicht das Wissen um Töne und Intervalle, das du parallel üben solltest.
Funktioniert CAGED auch für Mollakkorde?
Ja. Du nutzt die Mollformen Cm, Am, Gm, Em und Dm in derselben Reihenfolge. Die Am- und Em-Barréformen sind am gebräuchlichsten, die Cm- und Gm-Formen spielt man meist nur auf drei oder vier Saiten.
In welcher Reihenfolge lerne ich die CAGED-Formen?
Beginne mit der E- und A-Form, die du als Barréakkorde schon nutzt. Dann kommt die D-Form, danach C und zuletzt G, die am weitesten gespreizte. Übe immer zwei benachbarte Formen zusammen, damit du ihre gemeinsamen Töne siehst.
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