Rhythmus
Tempo (BPM)
Das Tempo ist die Geschwindigkeit des Grundschlags eines Stücks, gemessen in Schlägen pro Minute (BPM): Bei 60 BPM dauert ein Schlag eine Sekunde, bei 120 BPM eine halbe.
Was bedeutet Tempo in der Musik?
Das Tempo sagt dir, wie viele Schläge in einer Minute fallen. Bei 60 BPM ist es ein Schlag pro Sekunde, bei 120 BPM sind es zwei. Der Schlag ist die Einheit, die du mit dem Fuß mitklopfst, meist die Viertelnote in einer Taktart wie 4/4.
Das Tempo legt auch die Länge jedes Takts fest: Im 4/4-Takt bei 120 BPM dauert ein Takt 2 Sekunden, eine Folge aus 8 Takten 16 Sekunden. So schätzt du schnell ab, wie lang eine Strophe oder ein Solo wird.
Welche Tempi sind in welchen Stilen üblich?
Grobe Richtwerte, die du Song für Song prüfen solltest:
| Stil | Übliches Tempo |
|---|---|
| Ballade | 60 bis 80 BPM |
| Hip-Hop, langsamer Soul | 80 bis 100 BPM |
| Pop, Folk | 100 bis 130 BPM |
| Rock | 110 bis 150 BPM |
| Punk, schneller Rock | 160 bis 200 BPM |
Klassische Noten verwenden italienische Begriffe: Adagio (langsam, etwa 66 bis 76), Andante (gehend, etwa 76 bis 108), Moderato (etwa 108 bis 120), Allegro (schnell, etwa 120 bis 156), Presto (sehr schnell, über 168). Die genauen Bereiche schwanken je nach Quelle und Metronom.
Wie findet man das Tempo eines Songs heraus?
Klopf mit dem Fuß mit und zähl die Schläge 15 Sekunden lang, dann multiplizierst du mit 4. Achtundzwanzig Schläge in 15 Sekunden ergeben 112 BPM. Zur Kontrolle lässt du ein Metronom mit diesem Wert mitlaufen.
Vorsicht bei Double Time und Half Time: Ein Song mit 70 BPM kann sich wie 140 anfühlen, wenn das Schlagzeug dichte Achtel spielt. Wähl den Puls, auf den die Akkordwechsel natürlich fallen, oft ein Akkord pro Takt mit vier Schlägen.
Wie wird man mit dem Metronom schneller?
Die zuverlässigste Methode mit einem Metronom:
- Such das Tempo, bei dem du die Stelle dreimal hintereinander fehlerfrei spielst, zum Beispiel 60 BPM in Achteln.
- Geh 4 BPM höher und wiederhole.
- Wenn es hakt, geh 8 BPM zurück und steig wieder auf.
Denk in Unterteilungen: Bei 100 BPM sind Sechzehntel 400 Töne pro Minute, also fast 7 pro Sekunde. Für Swing stellst du den Klick nur auf Zählzeit 2 und 4, wie eine Snare. Das Metronom in der Gitarren-Werkzeugkiste reicht für diese ganze Arbeit.
Das Wichtigste in Kürze
- Tempo wird in BPM gemessen: 60 BPM heißt ein Schlag pro Sekunde.
- Pop und Folk liegen oft zwischen 100 und 130 BPM, Balladen zwischen 60 und 80.
- Um ein Tempo zu finden, zählst du 15 Sekunden und multiplizierst mit 4.
- Mit Metronom steigerst du in 4-BPM-Schritten nach drei sauberen Durchgängen.
Häufige Fragen
In welchem Tempo sollte ich einen Song auf der Gitarre lernen?
Fang bei etwa der Hälfte des Originaltempos an, oder bei dem Tempo, in dem jeder Akkordwechsel pünktlich sitzt. Einen Song mit 120 BPM lernst du gut bei 60 bis 70 BPM und steigerst dich dann schrittweise bis zum Originaltempo.
Was ist der Unterschied zwischen Tempo und Rhythmus?
Das Tempo ist die Geschwindigkeit des Grundschlags. Der Rhythmus ist die Anordnung der Notenwerte auf diesem Grundschlag: Achtel, Viertel, Pausen, Synkopen. Dasselbe Schlagmuster kannst du bei 80 oder bei 140 BPM spielen.
Warum werde ich schneller, ohne es zu merken?
Das ist sehr verbreitet, vor allem an leichten oder aufregenden Stellen. Nimm dich mit Klick auf, dann wird die Abweichung sofort hörbar. Übe auch langsame Tempi um 50 bis 60 BPM, denn ein langsames Tempo zu halten, verlangt mehr Kontrolle als ein mittleres.
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