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Rhythmus

Swing

Swing ist eine Spielweise, bei der Achtel ungleich lang klingen, die erste lang und die zweite kurz, auf Basis einer Triole, typisch für Jazz, Blues und Rock 'n' Roll.

Was ist Swing in der Musik?

Bei geraden Achteln teilt sich jede Zählzeit in zwei gleiche Hälften: 1 und 2 und. Beim Swing denkst du die Zählzeit als Triole, drei gleiche Teile, und spielst nur den ersten und den dritten. Die erste Achtel dauert zwei Drittel der Zählzeit, die zweite ein Drittel: lang, kurz, lang, kurz.

In den Noten stehen trotzdem normale Achtel, mit der Angabe Swing oder einem Symbol, das zwei Achtel einer Triole aus Viertel und Achtel gleichsetzt. Das Wort bezeichnet auch einen Stil, den Big-Band-Jazz der 1930er- und 1940er-Jahre, meint im Alltag aber vor allem dieses rhythmische Gefühl.

Wie zählt und fühlt man Swing?

Zähl die Triole laut, 1 Tri-o-le 2 Tri-o-le, und spiel nur auf 1 und le. Ein Jazz-Trick: Sing du-ba du-ba und lehn dich leicht in das ba, also in den Offbeat.

Das Verhältnis lang-kurz ist nicht fest. Es ändert sich mit dem Tempo: Zwischen etwa 80 und 160 BPM liegt es nahe an der Triole (2 zu 1), über etwa 250 BPM werden die Achtel fast gerade, in einem langsamen Shuffle wird der Kontrast stärker. Deshalb lernt man Swing eher über das Ohr als über eine Regel.

Wie spielt man einen Shuffle auf der Gitarre?

Der Shuffle ist die Blues- und Rockvariante des Swing, mit mehr Gewicht gespielt. Über einen 12-taktigen Blues in A, bei 70 BPM:

Derselbe Rhythmus lässt sich im 12/8-Takt notieren, vier Zählzeiten zu je drei Achteln: eine andere Taktart für dasselbe Gefühl. Die ersten zwei Achtel jeder Gruppe bilden den langen Teil, die dritte den kurzen.

Wie bringt man ein Solo zum Swingen?

Nimm die A-Bluestonleiter im 5. Bund: A (tiefe E-Saite, 5. Bund), C (8. Bund), D (A-Saite, 5. Bund), Eb (6. Bund), E (7. Bund), G (D-Saite, 5. Bund). Spiel sie auf und ab in lang-kurzen Achteln bei 90 BPM.

Dann kommen die zwei Details, die nach Jazz oder Blues klingen: Betone die Offbeats leicht, und binde die kurze Note an die nächste (Hammer-on oder Legato), statt alles anzuschlagen. Stell das Metronom in der Gitarren-Werkzeugkiste so ein, dass es nur auf 2 und 4 klickt, wie die Hi-Hat eines Jazzdrummers. Zusammen mit der Synkope wird eine Phrase so sofort lebendig.

Das Wichtigste in Kürze

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Swing und Shuffle?

Beide beruhen auf derselben Triolen-Unterteilung. Der Shuffle ist schwerer und gleichmäßiger, im Blues und Rock oft mit Akkorden auf den tiefen Saiten gespielt. Jazz-Swing ist lockerer, mit einem Lang-kurz-Verhältnis, das je nach Tempo und Musiker schwankt.

Wie erkennt man, ob ein Song geswingt oder gerade ist?

Hör auf Ride-Becken oder Hi-Hat: Beim Swing hörst du ein federndes ding, ding-ge-ding, bei geraden Achteln gleichmäßige Schläge wie ein Uhrwerk. Klopf 1 und 2 und mit: Wenn das und scheinbar zu spät kommt, swingt der Song.

Ist Swing genau eine Triole?

Nicht immer. Die Triole (2 zu 1) ist die Referenz zum Lernen, aber Messungen an Jazzaufnahmen zeigen Verhältnisse von fast gerade bis über 3 zu 1, je nach Tempo. Fang mit der Triole an und orientiere dich dann an Aufnahmen.

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