Harmonik
Subdominante
Die Subdominante ist die vierte Stufe einer Tonart und der darauf gebaute Akkord (IV), der die Musik von der Tonika wegführt und oft die Dominante vorbereitet, etwa F in C-Dur.
Was ist die Subdominante?
Die Subdominante ist die vierte Stufe der Tonleiter. In C-Dur ist das F mit dem Akkord F (IV), in G-Dur C, in D-Dur G, in a-Moll Dm (iv).
Der Name heißt nicht einfach „unter der Dominante“. Er beschreibt eine Symmetrie: Die Dominante liegt eine Quinte über der Tonika (G über C), die Subdominante eine Quinte darunter (F unter C).
Welche Rolle spielt die Subdominante in einer Akkordfolge?
Sie ist der Akkord des Aufbruchs. Die Tonika ist Ruhe, die Dominante Spannung, die Subdominante die Bewegung dazwischen. Das Muster Tonika, Subdominante, Dominante, Tonika (T-S-D-T) trägt tausende Songs: C F G C.
Die ii teilt diese Rolle: Dm enthält F und A, zwei Töne von F. Deshalb klingen C Dm G C und Dm7 G7 Cmaj7 wie Varianten von C F G C. In der I-V-vi-IV-Akkordfolge (C G Am F) öffnet die IV am Ende den Kreis und startet die Schleife neu.
Wie spielst du I-IV auf der Gitarre?
In C-Dur: C (x32010), dann F (133211) oder das leichtere Fmaj7 (xx3210). In G-Dur: G (320003), dann C (x32010). In A-Dur: A (x02220), dann D (xx0232).
Griffbrett-Trick: Liegt der Grundton der Tonika auf der 6. Saite, findest du die Subdominante im selben Bund auf der 5. Saite. G im 3. Bund der 6. Saite, C im 3. Bund der 5. Von der 5. Saite aus gilt dasselbe für die 4.: C im 3. Bund, F im 3. Bund (Griff xx3211).
Übung: Spiel A7 D7 A7 E7, das Gerüst eines Blues in A, und danach die plagale Kadenz F nach C, den berühmten Amen-Schluss aus Gospel und Kirchenliedern.
Welche Varianten der Subdominante gibt es?
- Gefärbte IV: Fmaj7 (xx3210) oder Fadd9 für einen weicheren Klang.
- ii: Dm7 (xx0211) vor G7, der Standardzug im Jazz.
- Moll-iv: Fm (133111), aus der gleichnamigen Molltonart geliehen, dann C. Die wehmütige Wirkung ist sofort da, beliebt in Pop und Balladen der 60er.
- IV über I: F mit C im Bass (x33211), damit der Bass liegen bleibt.
Vergleich diese Farben in den Akkordfolgen nach Stil, wo jede Stufe, auch IV und ii, in römischen Ziffern angezeigt wird. Um die IV unter den sieben Stufen einzuordnen, zählst du immer von der Tonika aus.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Subdominante ist die Stufe IV, eine Quinte unter der Tonika (F in C-Dur).
- Sie führt weg von der Tonika und bereitet die Dominante vor: T-S-D-T, C F G C.
- ii (Dm) teilt ihre Funktion, Moll-iv (Fm) ist eine geliehene Variante.
- Auf dem Griffbrett: IV liegt im selben Bund eine Saite höher als die Tonika (außer zwischen 3. und 2. Saite).
Häufige Fragen
Warum heißt sie Subdominante?
Sie liegt zwar eine Stufe unter der Dominante, der Name meint aber vor allem die Symmetrie um die Tonika: Die Dominante liegt eine Quinte darüber, die Subdominante eine Quinte darunter. Beide rahmen die Tonika im Quintenzirkel ein.
Was ist der Unterschied zwischen IV und ii?
Beide haben Subdominantfunktion und teilen zwei Töne (F und A in C-Dur). Die IV klingt heller und direkter, typisch für Rock und Folk; die ii ist weicher und führt geschmeidig zu V7, typisch für Jazz.
Was ist ein Plagalschluss?
Das ist die Verbindung IV nach I, zum Beispiel F nach C oder D nach A. Er ist sanfter als V-I, wird wegen vieler Kirchenlieder Amen-Kadenz genannt und beendet auch viele Pop- und Rocksongs.
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